Na, wenn denn keiner sonst will, mache ich mal den Anfang:
Als Tobi und ich angekommen sind, lief die kleine motive 3 schon an der kleinen Naim-Elektronik, zusammen mit dem Creek Wyndsor. Nach freundlichem Handshake hier, Handshake da, mampften wir zuerst mal gemütlich die Brötchen von Werner (BESTEN DANK NOCHMALS), setzten uns auf unsere Hörsessel und genossen, was da dargeboten wurde.
Die motive 3 klang erstaunlich erwachsen und ließ im Bassbereich für ihre Größe Erstaunliches zu, allerdings ist auch hier die typische Oberbassbetonung der Kompaktboxen zu vernehmen gewesen, die oftmals angewendet wird, um vom fehlenden Tiefgang abzulenken. Was mir persönlich etwas störend aufgefallen war, war die teilweise vorhandene Härte der (von Focal gefertigten) Titan-Hochtonkalotten. Wir hörten mit Kabeln von Abbey Road und Atlas, wobei das Abbey hochauflösender war, stellenweise aber auch eine gewisse Angestrengtheit und Nervigkeit mit ins Klangbild brachte, während das Altas insgesamt runder, weniger nervig, aber auch weniger auflösend war. Hätte ich - ohne auf den Geldbeutel achten zu müssen - die Wahl zwischen beiden Kabeln, so hätte ich mich wohl für das Abbey entschieden!
Vorallem mit Vivaldi's Vier Jahreszeiten klang die Box fantastisch, die Ortung war genial und jedes Instrument einfach "an seinem Platz".
Für die Größe war das ganz großes Kino, was da raus kam. Allerdings gefällt mir - aus der Erinnerung heraus - die ähnlich große Revolver besser. Sei's drum, eine tolle Box ist sie trotz allem, die motive 3:

Daraufhin klemmte Volker die motive 2 an, allerdings verzog ich mich wegen widriger Umstände innerhalb der Gruppe aus dem Hörraum in die Chillout-Area und kann somit über die Box rein garnichts berichten. Optisch schön war sie, aber mir (und offenbar nicht nur mir) ging ein Geschwafel eines Besuchers etwas auf den Keks, sodass sich in dem Zeitpunkt die Chillout-Zone mehr und mehr füllte und im Hörsaal eigentlich - außer eben jener Person - kaum noch jemand aufhielt. Wir sind alles mehr oder weniger Freaks und teilen alle das Hobby Hifi, aber solche übertriebenen Selbstdarstellungen hatte bei uns - glücklicherweise - bislang keiner nötig. Ich hoffe allerdings, dass das auch weiterhin so bleibt und dies ein einmaliger Ausrutscher war. Naja, jedenfalls war die Mehrzahl der Leute nicht besonders angetan...
Schade, dass ich nun zu der optisch ansprechenden Box keine wirkliche Wertung abgeben konnte.

Zum Schluss der Neat-Sitzung klemmte Volker noch die Monumentum an, die allerdings von mir auch nur kurz gehört wurde, wegen oben genannter "Probleme". Auch hier muss ich der Box eine gewisse focaltypische Schärfe obenrum bescheinigen. Da ich jahrelang Focal-Hochtöner im Auto hatte und eben diese Schärfe zu gut kenne (und sie nach kürzester Zeit damals schon nervig fand, weil man die "zischelige Schlange" halt eben doch nicht ganz weg bekommt), verkneife ich mir auch hier irgendwelche blumigen Beschreibungen, meinen Hörgeschmack trifft auch diese Box nicht zu 100%, obgleich sie sicherlich ihre Liebhaber finden wird.

Zum Schluss baute Volker noch an Tobi's 1210 ein Nagaoka MP150, mit dem er nun glücklich und zufrieden seine LP-Schätzchen genießen kann. Offenbar ist er mit dem neuen TA sehr zufrieden und entdeckt seine LPs neu, wie er mir berichtet hat. Ich find's gut so!

Ja, und dann folgten noch einige nette Gespräche in der Gruppe, der leckere Kaffee floss in Strömen und auch die Cola-Vorräte von Volker wurden - wie so oft - neben den lecker Gummitieren niedergemacht. Abermals ein herzliches Dankeschön an Volker für seine Gastfreundschaft und das Ermöglichen dieser tollen Stammtische in solch angenehmer Atmosphäre!
Auf der Rückfahrt standen wir zwar 1h zwischen Bad Rappenau und Weinsberg im Stau, trotzdem hat sich der Tag voll gelohnt und es war einfach nur klasse!
Besten Dank, Volker!